Kaufberatung für Fitnesstracker

Die derzeitigen Fitnesstracker unterscheiden sich in vielen Dingen, sei es Preis, Funktionsumfang und Einsatzzweck. Daher geben die folgenden Punkte Anhaltspunkte, mit denen jeder seinen geeigneten Fitnesstracker findet.

Wie lange soll der Akku halten?

Die Akkulaufzeit von Fitnesstrackern hängt stark mit dem Funktionsumfang zusammen. So braucht eine GPS-Ortung wie bei Laufuhren viel Strom und ist bei den meisten Geräten aus diesem Grund nicht enthalten. Somit ist ein Fitnesstracker häufig kein Ersatz für eine Laufuhr. Auch die Pulsmessung ist bei wenigen Geräten im Einsatz, nur die kürzlich auf den Markt gekommene Adidas Smart Fit (zum Einzeltest) ermittelt mittels LEDs den Puls – hat aber Abstriche in der Laufzeit zu machen. Die meisten Wearables werden mit integriertem Akku betrieben, der ein paar Tage hält, bei Batteriebetriebenen Geräten hat man meist eine Laufzeit von mehreren Monaten.

Vor dem Kauf sollten daher folgende Fragen beantwortet sein:

  • Nutze ich den Fitnesstracker täglich?
  • Stört es mich, wenn ich regelmäßig den Akku aufladen muss?

In meinen Vergleichstests haben sich vor allem die Garmin Vivofit, die Misfit Shine und die Misfit Flash als Langläufer herausgestellt.

Was soll gemessen werden?

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Frage nach der Messung, was soll der Fitnesstracker alles messen? Je nach Hersteller gibt es einen unterschiedlichen Funktionsumfang. Jeder Käufer sollte sich folgende Fragen stellen:

  • Wie genau misst der Tracker? Brauche ich GPS? -> Sehr genau war die Adidas Fit Smart und die Fitbit Flex, GPS dagegen hat die Garmin Forerunner 15.
  • Brauche ich eine integrierte/optionale Pulsmessung? -> Eine gut funktionierende integrierte Pulsmessung hat die Samsung Gear Fit, optional kann der Puls per Brustgurt bei folgenden Geräten gemessen werden: Garmin Vivofit, Garmin Vivosmart, LG Lifeband Touch, Runtastic Orbit, Polar Loop, Adidas Fit Smart
  • Soll der Tracker auch den Schlaf aufzeichnen? -> Haben fast schon alle Tracke, sie großen Vergleich
  • Brauche ich eine Smartphone-Anbindung zu Anzeige von Nachrichten? -> Ich konnte bereits die Samsung Gear Fit und die Garmin Vivosmart positiv testen. Benachrichtigungen zeigt die Gear Fit auf einem farbigen Display, die Vivosmart ist kleiner und zeigt Informationen nur in monochrom.
  • Kann ich Aktivitäten auch manuell erfassen?

Wo soll der Tracker getragen werden?

Die Mehrheit der Fitnesstracker wird direkt am Handgelenk getragen, einige werden sogar als Design Accessoire vermarktet. Doch wer nicht sofort zeigen will, dass er zu den Trackern gehört, der kann auch Geräte für den Hosenbund kaufen, wie zum Beispiel die Withings Pulse Ox oder die Fitbit One. Die Misfit Shine sticht bei den Fitnesstrackern wegen ihrem Aussehen heraus, kann sie doch als Kette, am Hosenbund oder klassisch am Handgelenk getragen werden.

Muss der Tracker wasserdicht sein?

Leider sind nicht alle Tracker wasserfest. Eine Joggingrunde oder einem Ausflug mit dem Rad im Regen kann so manches Gerät unbrauchbar machen. Vor allem Schwimmer, die täglich ihren Tracker tragen wollen, sollten auf die Wasserverträglichkeit achten. Im Vergleich ist auch mit angegeben, ob die Fitnesstracker wasserdicht sind oder nicht.

Welche Auswertungen brauche ich?

Um in den vollen Genuss von allen Funktionen der Fitnesstracker zu kommen, braucht man häufig das Hersteller-Portal oder die entsprechende App auf seinem Smartphone, um die Daten auszuwerten. Die erhobenen Daten werden in Form von Tabellen, Bestenlisten oder Wochenauswertungen übersichtlich dargestellt. Hier hat sich in meinen Tests vor allem Garmin und Fitbit mit einem übersichtlichen Portal hervorgetan.

Welches Zubehör für den Tracker?

Einige Tracker lassen sich auch mit Zubehör koppeln, und erweitern damit den Funktionsumfang erheblich. So lässt die App von Medisana die Eingabe von weiteren Daten zu, wie Körperfett, Puls, Körperwasser, Knochengewicht sowie Blutdruckwerte zu.
Aber auch die zusätzliche Nutzung eines Pulsgurtes um die Brust ist für viele Sportler ein ausschlaggebendes Kauf-Kriterium. So kann die Garmin Vivofit den Brustgurt der Garmin Laufuhren* verwenden und muss nicht zusätzlich angeschafft werden.
Ein weiteres interessantes Zubehör ist die Smart Body Analyzer Waage von Withings, die über ein integriertes WLAN Modul verfügt und die Gewichtsdaten in diverse Portale hochladen kann.