Fitbit Charge und Charge HR

ChargeBlue_Unique_Ortho_Flat_72DPI_no_shadowFitbit hat vor kurzem seine drei neuen Fitnesstracker angekündigt, nämlich das Einstiegsmodell Charge, den Charge HR und das Topmodell Surge. Bisher ist nur das Einstiegsmodell Charge sowie der Charge HR verfügbar, aber das Surge dürfte auch schon bald folgen.

Ausstattung & Funktionen

Als ich den Fitbit Charge das erste Mal gesehen habe, ist mir sofort die Ähnlichkeit zu dem Runtastic Orbit aufgefallen, denn beide Geräte sehen relativ ähnlich aus. Die Charge kommt in einem breiten gummi-ähnlichem Armband, das auf der Oberseite leicht gestreift ist und sie relativ angenehm auf der Haut anfühlt. Der von Fitbit bekannte Verschluss mit 2 Noppen lässt sich auch sehr gut arretieren und müsste an fast jeder Armgröße passen. Das kleine OLED-Display ist sehr dezent in das Armband integriert und zeigt die Schritte, Distanz, gestiegene Treppen, verbrannte Kalorien und die aktiven Minuten an. Im Lieferumfang befindet sich neben dem Ladekabel (leider ein Fitbit-eigener Stecker, kein USB auf Mini-USB) ein kleiner USB-Dongle, mit dem neben der Synchronisation per Smartphone auch ein Abgleich am Computer durchgeführt werden kann.

Die Einrichtung hat mit Hilfe des Handys sehr gut funktioniert und ist auf meinem Android Gerät Nexus 5 sehr gut gelaufen. Hier hat zum Glück Fitbit seine Hausaufgaben gemacht und es gab keine Probleme mit der Erkennung des Geräts. Auch hat sich im Laufe des Tests gezeigt, dass die Bluetooth-Verbindung stabil mit dem Handy beibehalten wurde.

Den Standard-Funktionsumfang erweitert ein sehr schönes Gimmick, nämlich dass bei einem Anruf der Name des Anrufers im Display angezeigt wird. Wie fast schon jeder andere Fitnesstracker zeichnet der Charge auch das Schlafverhalten auf (sehr schön ist dabei die automatische Erkennung des Schlafs) und kann per Vibrationsalarm seinen Träger wecken. Die Bedienung der Uhr erfolgt über einen kleinen Knopf an der rechten Seite, der meines Erachtens ein bisschen zu klein geraten ist und sich nicht ganz so leicht zu bedienen lässt, wie ich es von anderen Geräten kenne.

Die Bauform finde ich ein bisschen zu groß geraten, da ich teilweise beim reinschlüpfen ins Hemd Probleme hatte und auf meinen Tracker aufpassen musste. Natürlich ist die Charge von der Größe nicht mit dem Fitbit Flex zu vergleichen, das kein Display hat, aber ich denke die größere Bauform ist dem Umstand geschuldet, dass das HR-Modell mit integrierter Pulsmessung das gleiche Gehäuse benutzt. Daher würde ich persönlich gleich zum HR Modell greifen und die 20€ Aufpreis für diese Funktion investieren. Dann bekommt der Träger kontinuierlich über den Tag den Puls gemessen und kann ihn auswerten. Vor allem für diejenigen, die ab und zu uns Fitnessstudio gehen oder ab und zu Sport treiben, kann die Pulsmessung ohne Brustgurt sehr interessant sein.

Alle 3 neuen Modelle von Fitbit (Quelle: Fitbit)

Alle 3 neuen Modelle von Fitbit (Quelle: Fitbit)

Der Fitbit Charge im Alltag

 

Der Fitbit Charge hat mich im Alltag überzeugt. Durch das schlichte Design kann der Tracker selbst zu Anzug im Büro getragen werden und fällt dabei nicht auf. Über Bluetooth werden die Daten im Hintergrund mit dem Handy synchronisiert und auch ohne ein manuelles Einschalten des Schlaftrackings erkennt das Gerät, wann man schläft. Daher ist der Fitbit Charge ein Tracker, den man einfach nur trägt und sich um nichts Weiteres kümmern muss. Durch das energiesparende Display reicht der Akku auch relativ lange, in meinem Vollzeit-Test musste der Akku erst nach 6 Tagen wieder aufgeladen werden.

 

Als sehr gut ist auch die Messgenauigkeit einzustufen, denn bei dem 100-Schritte-Test zählt die Charge sehr genau und kommt auf 101 Schritte. Hier hat Fitbit zum Glück nichts an dem von dem Fitbit Flex bekannten Algorithmus geändert und das Charge-Armband zählt im Alltag genau mit. Ebenso die bewältigten Treppenstufen wurden sehr genau aufgezeichnet.

 

Zuletzt sei noch das sehr gute Portal von Fitbit zu erwähnen, das nicht zu überfrachtet ist und klar strukturiert die gemessenen Daten aufzeigt. Details zum Portal kann man in meinem ausführlichen Test der Fitbit Flex nachlesen.

 

Der Fitbit Charge beim Sport

 

Aber auch beim Sport bieten die beiden Modelle einiges und sind ein guter Partner. Bei meinen paar Jogging Runden ist die Messgenauigkeit mit 98% auf einem sehr hohen Niveau und hat fast den GPS-Wert getroffen, ein wirklich guter Wert von Fitbit. Und wer es ganz genau wissen möchte, der kann auch sein Handy beim Joggen mitnehmen und über die App die GPS-Ortung des Smartphones nutzen und damit seine Runde aufzeichnen. Nur leider werden keine für die Läufer interessanten Daten wie beispielsweise die derzeitige Geschwindigkeit vom Smartphone an den Charge übertragen, das kann beispielsweise die Runtastic Orbit – Abzug in der B-Note.

 

Wie es die Bezeichnung der Charge HR schon sagt hat dieses Modell den Vorteil, dass die Pulsmessung integriert ist. Dass das über die integrierten LEDs auf der Rückseite funktioniert und genau den Puls misst, konnten bereits meine Tests der Adidas Fit Smart oder der Samsung Gear Fit zeigen.

Fazit

Das Fazit kann nach meinem Test nur positiv ausfallen. Die Modelle Charge und Charge HR sind dezente und schicke Modelle, die einen sehr guten Funktionsumfang bieten und ein toller Begleiter im Alltag sind. Vor allem die genaue Messung der Schritte ist super und motiviert aktiver zu werden. Daher kann man den Preis von ca. 120€ für das Charge-Modell sowie ca. 150€ für die Charge-HR Variante als angemessen bezeichnen. Als Alternative kann man sich noch die Runtastic Orbit ansehen, die einen ähnlichen Umfang für ca. 100€ bietet, aber für die Pulsmessung einen optionalen Brustgurt benötigt.

   

Positives

– Hohe Messgenauigkeit

– Sehr übesichtliche App

– Bei HR-Modell integrierte Pulsmessung

Negatives

– Hohe Bauform an Display

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