Einzeltest Fitbit Flex

In diesem Test der Fitbit Flex kommt eine Uhr ans Handgelenk, die zwar schon seit Mitte 2013 auf dem Markt ist, was aber kein Nachteil sein muss. Bei den Bestsellern auf Amazon wird diese Uhr immer noch unter den ersten Fitnesstrackern geführt, daher darf eine genaue Analyse hier nicht fehlen.

Ausstattung

Das Flex Armband kommt mit zwei unterschiedlich großen Armbändern (beide blau), einer USB-Ladeschale für die herausnehmbare Tracker-Einheit sowie einem USB-Dongle für die Bluetooth-Verbindung mit dem Computer. Ein kleine Beilage verweist auf die Fitbit Homepage www.fitbit.com/setup zur Einrichtung des Geräts.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Fitbit Flex funktioniert reibungslos. Auf der Registrierungsseite angemeldet, ein kleines Programm zum Synchronisieren heruntergeladen und schon wird das Gerät am Computer gefunden. Auch eine Verbindung mit der Fitbit App aus dem Google Playstore klappt nach einem Neustart meines Geräts problemlos.

Die Bedienung des Geräts erfolgt über ein Tippen auf den oberen Teil des Gummis, wo auch die 5 LEDs positioniert sind. Jedes LED stell 20% des Tagesziels dar, welches in der App genauer spezifiziert werden kann, entweder sind die Schritte, Kalorien, sehr aktive Minuten oder die Strecke das Hauptziel. Außerdem lässt sich noch die Befestigung der Uhr an der dominanten oder nicht-dominanten Hand definieren. Standardmäßig ist auch die Synchronisation per Bluetooth 4.0 eingeschalten, damit die kabellose Übertragung der aufgezeichneten Daten im Hintergrund durchgeführt werden kann.

Hier wird man auch noch auf ein weiteres Feature aufmerksam, nämlich den Wecker. Die Wochentage sowie das wiederholte Klingeln kann eingestellt werden, was ein besser als bei anderen Wettbewerbern geöst ist. So kann man sich beispielsweise nur an den Werktagen durch ein leichtes Vibrieren wecken lassen.

Auswertung über das Fitbit Portal

Startseite Online-Portal

Startseite Online-Portal

Fitbit bietet ein übersichtliches Portal an, das wie bei anderen Herstellern die wichtigsten Daten in Form eines Dashboards anzeigt. Hier sind standardmäßig die Aktivitäten Schritte, Kalorien, zurückgelegte Distanz, aktive Minuten, Etagen sowie Schlaf-Informationen dargestellt und deuten anhand von Farben darauf hin, ob man seine Tagesziele bereits geschafft hat. Wer zudem neue Tagesbestwerte erreicht, wird mit einem Abzeichen belohnt. Am ersten Tag dürfte fast jeder Nutzer die ersten Abzeichen für 5.000 Schritte oder die ersten Stockwerke beim Treppensteigen bekommen. Sicherlich ein guter Motivator für viele Beginner. Falls sich ein Sportler unter den Nutzern befindet, der eine Sportart macht, die von dem Fitbit nicht erkannt wird, können diese Aktivitäten auch manuell eingetragen werden.

Tracking inkl. Ernährung

Neben der Bewegung wollen einige Nutzer auch die Nahrung im Blick behalten. Dazu können weitere Informationen auf dem Portal eingetragen werden. So lassen sich Kalorienzufuhr, Gewichtsentwicklung oder getrunkene Wassermenge angeben, woraus sich ein definierter Ernährungsplan speist und die tägliche Kalorien-Zufuhr und das Restsoll errechnet. Somit lässt Fitbit einen sehr wichtigen Teil von der Fitness, eine gesunde Ernährung – nicht außer Acht.

Fitbit Premium

Wer es ernst meint mit der Fitness und einen weiteren Ansporn benötigt, der kann zudem den Premium Dienst von Fitbit für 49,99€ im Jahr nutzen. Bekanntlich zieht man etwas eher durch, wenn man auch Geld dafür bezahlt hat. Dem Nutzer wird in dreierlei Hinsicht geholfen:

  1. Fitbit Trainer: Auf Basis des derzeitigen Leistungs-Levels wird ein 12-wöchiger Fitnessplan erstellt.
  2. Ausführliche Analysen: In weiteren persönlichen Berichten werden die Wochenergebnisse analysiert und eine Zielempfehlung für die kommende Woche ausgesprochen
  3. Vergleichsmöglichkeiten: Fitbit bietet ein interaktives Tool an, mit dem man sich mit Freunden und Kollegen vergleichen kann.

Fitbit App

Natürlich hat die Fitbit Flex auch eine App, in der anschaulich die Daten aufgelistet sind. Hierüber lässt sich auch der Wecker einstellen. Mit einem Klick auf eine Kachel, z.B. Schritte, kommt man in die detaillierte Übersicht, die per Klick auch in das Querformat dreht. Bequem lässt sich so auch zwischen den Tagen durchwischen. Einen kleinen Wehmutstropfen habe ich in der App gefunden. Sie hält zwar zuvor synchronisierte Daten vor, allerdings muss immer eine Internetverbindung bestehen, um neu zu synchronisieren. Bei den meisten Smartphones dürfte die mobile Datenverbindung oder das WLAN immer an sein, daher sollte das zu keinen Problemen führen.

Wie genau misst die Fitbit Flex

Nun stellt sich die Frage, wie der Fitbit Flex beim Sport abschneidet. Dazu habe ich beim 10,5 km Nürnberger Stadtlauf das Armband getestet. Dabei misst das Fitbit Flex sehr genau und weist 10,4 km aus, eine Abweichung von ca. 1%. Nur Schade, dass die Auswertmöglichkeit für die gelaufenen Kilometer im Onlineportal sehr begrenzt sind. Zwar kann man im Dashboard seine gelaufenen Tages-Kilometer sehen, wenn man nun aber seine Aktivität genauer analysieren will, wie z.B. ich meinen Lauf, dann kann man in der Detailansicht nur Schritte, Etagen und verbrannte Kalorien betrachten, keine Kilometer. Das geht nur in der Smartphone App.

Auch beim Spazieren zeigt die Fitbit Flex sehr gute Messwerte. Die Runde war mit GPS Messung genau 4 Kilometer lang, was bei der Fitbit Flex als 3,8 km Distanz gezeigt wird. Eine Unschärfe, die vollkommen in Ordnung ist, da beim Spazieren der Arm nicht immer so mitschwingt, dass der Bewegungssensor ausschlägt.

Von daher eine sehr saubere Messung des Flex Armbandes mit den Standardwerten. Falls hier noch weiterer Justierungsbedarf besteht, kann die „Schrittlänge“ und die „Schrittlänge im Lauftempo“ über die Benutzereinstellungen genauer festgelegt werden.

Fazit

Die Fitbit Flex ist ein Fitnesstracker, der relativ unauffällig seinen Dienst tut, nach einer kurzen Eingewöhnung nimmt man die Uhr nicht mehr wahr. Das Portal hat durch die einfache Strukturierung gefallen, hier findet sich jeder User zurecht. Die Fitbit Flex ließ sich zudem recht leicht einrichten und auch bei der Synchronisation mit dem Handy gab es keine Probleme. Gefallen hat vor allem die Möglichkeit, auch die Ernährung in die Analysen mit einbeziehen zu können und im Bedarfsfall sogar ein Coaching dazuordnern zu können. Mit einer Akkulaufzeit im Test von ca. 5 Tagen liegt die Uhr im Mittelfeld. Bei der Fitbit Flex darf man allerdings kein Uhrenträger sein, denn dann ist man gewöhnt, auf seinem Handgelenk die Uhrzeit ablesen zu können. Das geht mangels Display nicht. Hier sei eher auf die Runtastic Orbit oder die Garmin Vivofit verwiesen, die zwar ein bisschen breiter sind, dafür aber ein vollwertiges Display bieten.

Positives

– Gute Ausstattung mit 2 Tragebändern

– Schmale Bauform, daher angenehm zu tragen

– Auch Ernährung in Analyse einbezogen

– Coaching als Zusatzdienst verfügbar

Negatives

– Kein Display zur Anzeige der Daten / Uhrzeit

– Möglichkeit der Koppelung mit Pulsgurt fehlt

– Bestimmte Analysemöglichkeiten fehlen, z.B. Distanz in best. Zeitraum

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