Einzeltest Fitbit One

One_A_merch_WebFitbit hat neben dem Fitbit Flex auch den Fitbit One im Produktportfolio, der im Gegensatz zum Flex nicht als Uhr getragen wird, sondern hauptsächlich als Clip für den Hosenbund / BH etc. gedacht ist. Preislich unterscheiden sich die beiden Geräte kaum, nur im Funktionsumfang gibt es laut Herstellerseite kleinere Unterschiede. So kann der One zwar erklommene Stockwerke mitzählen, allerdings kann dafür kein Ziel definiert werden. Zuletzt unterscheidet sich noch das OLED-Display des One von den 5 LEDs des Flex. Aber was kann der Fitbit One nun im Detail?

Ausstattung

Der kleine Fitbit One kommt mit einem guten Funktionsumfang daher und zeichnet die gängigen Parameter wie Schritte, Strecke, verbrannte Kalorien und Etagen auf. Zusätzlich werden auf dem Display die Uhrzeit und eine Motivations-Blume gezeigt, die je nach jüngster Aktivität wächst oder schrumpft. Bedient wird der Fitnesstracker über einen einzigen Button, der einen guten Druckpunkt hat und mit jedem Klick die angezeigten Informationen wechselt. Auch die Schlafaufzeichnung kann hierüber mit einem längeren Druck aktiviert werden. Der Tracker wird zusammen mit einem USB-Dongle für den PC, einem kleinen USB-Ladekabel, einer Armbinde und einer Kurzanleitung geliefert.

Inbetriebnahme

Um den Fitbit zu starten, benötigt man ein kostenloses Benutzerkonto bei fitbit.com. Anfangs wird die Ersteinrichtung mit ein paar persönlichen Daten wie Körpergewicht und Alter durchgeführt, später werden die täglichen Aufzeichnungen über diesen Account synchronisiert und können per Web-Frontend oder App dargestellt werden. Das muss allerdings nicht regelmäßig geschehen, da der Speicher bis ca. 7 Tage minutengenaue Daten vorhalten kann und die 23 vorhergehenden Tage ebenfalls in aggregierter Form vorhanden sind.

Die Akkulaufzeit des Lithium-Ionen-Polymer-Akku liegt mit ca. 10 Tagen auf einem guten Level, wobei die Uhr im Test volle 10 Tage durchgehend getragen wurde und den 3-Achsen-Beschleunigungsmesser sowie den Höhenmeter ständig gefordert haben. Einzig zum Duschen muss der Fitbit One abgelegt werden, das Gerät ist nur spritzwassergeschützt und sollte nicht allzu lange Wasser ausgesetzt sein.

Auswertungsmöglichkeiten

Die Auswertungsmöglichkeiten von Fitbit sind für alle Geräte gleich, daher verweise ich zu der ausführlichen Beschreibung der App und des Web-portals auf den Test des Fitbit Flex. Aber dennoch möchte ich kurz auf die Darstellungen eingehen. Nachdem ich viele Dashboards gesehen habe und es teilweise schwer war, überhaupt eine Information aus manchen Charts abzulesen, muss ich sagen, hat Fitbit gute Arbeit geleistet. Das App ist intuitiv aufgebaut, die Nutzerführung funktioniert sehr gut, große Darstellungen weisen die aufgezeichneten Daten aus – alles wie es sein soll. Auch die Übertragung auf das Smartphone mittels Bluetooth 4.0 hat immer gut funktioniert.

Die Schlafaufzeichnung kann mit dem beigefügten Armband durchgeführt werden. Dazu muss die eigentliche Messeinheit aus dem Gürtel-Clip genommen und in das sehr elastische Armband geschoben werden. Aus meiner Sicht ist das Armband aber ein bisschen groß geraten und der Tracker hat mich doch ein bisschen gestört. Wer den Fitbit One trotzdem trägt und morgens zudem geweckt werden will, kann sich einen Vibrations-Wecker in der App einstellen und wird so schonend geweckt.

Wie genau misst die Fitbit One beim Sport

Der kleine Fitnesstracker wird mit einer starken Klammer zur Befestigung am Hosenbund geliefert, sodass man sich keine Gedanken um einen möglichen Verlust machen muss. Außerdem wird man das nur 8 Gramm leichte „Zusatzgewicht“ kaum spüren – gut für alle diejenigen, die Daten aufzeichnen, aber das Handgelenk frei haben wollen. Bei den Testergebnissen nimmt es die Fitbit One leider nicht so genau wie das Flex-Modell.

Die 100-Schritte werden zwar mit 98 Schritten ähnlich genau gezählt, allerdings ist auf größeren Distanzen eine größere Abweichung festzustellen. Im ersten Test (7km) lag die One zu 95,9% mit der Distanz richtig, beim zweiten Test über 13km hingegen nur zu 62% – Im Durchschnitt also 79%. Bei dem Durchschnittswert zeigt die Fitbit Flex mit einer Genauigkeit von 97% eine viel größere Genauigkeit, wahrscheinlich dem Trageort am Handgelenk geschuldet.

Natürlich lassen sich die Werte während dem Sport nicht ständig ablesen, da einerseits der starke Clip den Tracker gut am Hosenbund hält und für einen kurzen Blick unbrauchbar macht, andererseits die Sichtbarkeit im Freien durch das spiegelnde Display eingeschränkt ist. Daher eignet sich der Fitbit One eher für Auswertungen nach dem Sport.

Fazit

Der Fitbit One ist ein sehr guter Fitnesstracker für die Sportler, die eine unauffällige Zählung der Aktivitäten wünschen. Das erledigt die Fitbit One ausgesprochen gut, hat für den Preis einen guten Funktionsumfang und lässt sich sehr gut bedienen. Auch mit der relativ langen Akkulaufzeit von 10 Tagen schneidet der Tracker sehr gut ab und liegt im großen Fitnesstracker-Vergleich auf Rang 4. Wer aber die Nutzung am Handgelenk bevorzugt, der kann sich für fast den gleichen Preis von ca. 90€ auf Amazon auch die Fitbit Flex näher ansehen.

Positives

– Kompakt und leicht

– Misst Treppenstufen

– Gute Akkulaufzeit

Negatives

– Kaum beim Joggen bedienbar