Einzeltest Runtastic Orbit

Auch Runtastic ist auf den Zug der Fitnesstracker aufgesprungen und hat das Gerät „Orbit“ auf den Markt gebracht. Was der Tracker kann und wie sich das Armband von der Konkurrenz absetzt, zeige ich in diesem ausführlichen Test.

Der Packungsinhalt

Der Packungsinhalt

Ausstattung

Die Uhr kommt in einer schicken Verpackung mit einem blauen und einem schwarzen Armband, einem Gürtelklipp sowie einem relativ kurzem USB-Ladekabel. Die eigentliche Messeinheit kann leicht zwischen den Bändern/dem Klipp getauscht werden und bietet so dem Träger schnell die Möglichkeit den Trageort des Trackers zu wechseln. Das Armband ist wie bei der Garmin Vivofit aus einer gummiähnlichen Masse und trägt sich sehr angenehm. Positiv ist anzumerken, dass der Verschluss durch die 2 Nippel sehr gut hält und nicht unabsichtlich aufgeht.

Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme des Orbit geht relativ reibungslos von statten, die App Runtatsic Me wird auf Google Playstore geladen, dann den Runtastic am PC aufladen und schließlich per Bluetooth gekoppelt.

Vor den ersten Metern muss die Batterie aufgeladen werden

Vor den ersten Metern muss die Batterie aufgeladen werden

Sofort wird mir ein Software Update auf dem Tracker angezeigt (V2.45) und auch geladen. Somit erwarten den Nutzer keine besonderen Herausforderungen beim Start, so wie es sein soll. Die Betriebsanleitung zeigt mir außerdem, wie ich mit dem einzigen Bedienknopf zwischen Zeit / Schritten / Kalorien / Aktiven Minuten springen kann. Das lange Drücken aktiviert den Schlafmodus. Beim Spielen mit dem Knopf erscheint nach einem Doppel-Drücken ein Smiley im Display, davon ist leider in der Bedienungsanleitung nicht die Rede – dass ich damit einen schönen Moment kennzeichnen kann, verrät mir die Suche im Internet.

Auswertung über Runtastic Me

Die App Runtastic Me stellt die wichtigsten Daten in einem aufgeräumten Layout dar. Schritte, Aktive Minuten, Kalorien, Distanz und Schlafdauer des Tages werden untereinander in einem Dashboard gezeigt.

Schlaftracking - leider mit wenig Aussagekraft

Schlaftracking – leider mit wenig Aussagekraft

Die Details in Form eines Diagramms bekommt man durch Klicken auf jede Rubrik. Die Schlafphase wird dabei in 3 Phasen unterteilt, wach, leichter Schlaf und Tiefschlaf. Wie stark ich mich aber genau bewegt habe und was bei den 3 Kategorien der Grenzwert ist, kann ich nicht erkennen, daher finde ich die Darstellung nicht geeignet. Das kann die Garmin Vivofit besser.

Im Menü von Runtastic Me können zudem eine Weck-Zeit und eine Inaktivitätserinnerung eingestellt werden, die sich per Vibration melden und den Nutzer zu mehr Bewegung auffordern. Ein weiterer Punkt ist die Hintergrund-Synchronisierung, die bei einer bestehenden Bluetooth-Verbindung die Daten an die App per Bluetooth 4.0 überträgt. Wie oft das stattfinden soll lässt sich leider nicht einstellen, ein Akku-sparendes Intervall wäre hier sehr wünschenswert gewesen.

Die Orbit beim Sport – wie genau misst die Uhr

Die Garmin Orbit im GPS Test

Die Garmin Orbit im GPS Test

Ähnlich wie viele andere Tracker misst die Uhr per Bewegungssensor und zeichnet dementsprechend nur Schritte auf. Daher ist die Messgenauigkeit abhängig von der Schrittlänge, die bei der Orbit-Uhr nicht manuell nachjustiert werden kann. Bei 100 gelaufenen Schritten zeigt das Armband nur 65 an, was doch eine hohe Abweichung ist. Bei einer 10km Laufrunde (Messung mit GPS) bin ich auf 11,1 km am Handgelenk gekommen, also ein besserer Wert als beim reinen Gehen.

Wie viele Tracker hat auch die Runtastic Orbit mit den Problemen eines Bewegungssensors zu kämpfen, das heißt wer häufig mit dem Fahrrad unterwegs ist oder die Wasserfestigkeit der Orbit beim Schwimmen testet, der wird wenig zusätzliche Meter auf seiner Anzeige hinzubekommen haben. Leider fehlt auch die automatische „Aktivitätserkennung“, so wie es die Vivofit kann, es gibt nur die Unterscheidung Bewegung oder keine Bewegung. Wer also Joggen geht, kann diese Aktivität nicht als einzelne Bewegungseinheit kennzeichnen.

Fazit

Die Runtastic Orbit ist mit der intuitiven Handhabung sowie dem guten Zubehör-Umfang ein solider Fitnesstracker, der genau das tut, wofür er gebaut wurde. Das schlichte Design der Uhr ist zwar nicht außergewöhnlich, lässt sich aber angenehm tragen. Leider besteht noch Potential bei der Verwertung der Daten, indem z.B. je nach Bewegungs-Historie die Ziele hochgesetzt werden oder auch weitere Gesundheitsdaten in die Runtastic Me App geladen werden können – auf weitere Updates kann man hoffen. Mit dem Preis von ca. 120€ liegt die Orbit auf dem üblichen Niveau von den Wettbewerbern. Als Alternative bietet sich die Garmin Vivofit für ca. 90€ an, mit einem ähnlichem Design und Funktionsumfang.

Positives

– Gute Ausstattung mit 2 Tragebändern und einem Klipp

– Display richtig ausgerichtet, nicht 90 Grad verdreht

– Akkulaufzeit mit ca. einer Woche ausreichend lang

– Weckfunktion sehr praktisch

Negatives

– Kilometer und Dauer werden nur in Verbindung mit Runtastic Lauf App angezeigt

– Möglichkeit der Koppelung mit Pulsgurt fehlt

– Ablesbarkeit des Displays bei Licht relativ schlecht, dafür aber beleuchtet

– Wenig Einstellmöglichkeiten in der App (z.B. Schrittlänge nicht anpassbar)